Am 18. September entsteht in Stralsund ein neuer Hotspot für Tech-Startups, Digitale Geschäftsmodelle und Coworking. Die Ideenschmiede ORANGERY von Gründer und Business Angel Dominik Groenen aus Hildesheim eröffnet in unserer wunderschönen Hansestadt ihren mittlerweile vierten Ableger auf der Kron-Lastadie.

Die Orangery befähigt Gründer und etablierte Unternehmen dazu, ihre Visionen zu verwirklichen und Möglichkeitsräume zu entdecken. Wir bringen Talent und Technologie zusammen, um Probleme zu lösen und bedeutungsvolle Ergebnisse zu erzielen.

Ob nun bei der Suche nach einem geeigneten Finanzierungspartner oder der passenden Strategie für die digitale Transformation – in der Orangery erhält jeder die Qualifikation und die Unterstützung, die er benötigt.

Coworking in Stralsund

Coworking in Stralsund

Das Unternehmen bietet auf 800 m² direkt am Hafen und mit Blick aufs Wasser einen Coworking Space ohne lange Vertragsbindung und mit flexiblen Zugangsmöglichkeiten in einer Gemeinschaft von Gleichgesinnten. Die ORANGERY ist zugleich eine lebendige Community, unterstützt sich untereinander mit Know-How in Sachen Digitalisierung und Networking, und rundet ihr Angebot mit Workshops und Coachings durch erfahrene Mentoren ab. Die Kron-Lastadie wird dadurch zu einem Ort der modernen Arbeitswelt der Zukunft und bietet Platz für innovative Ideen, wachsenden Projekten und Kreativität.

Nach einer gemeinsamen Baubegehung mit Dominik Groenen, dem Bürgerschaftspräsidenten Peter Paul und unserem Oberbürgermeinster Dr. Alexander Badrow zog dieser ein kurzes Fazit:

Zusammen mit Dolden-Mädel, MakerPort und Wasserstoff ist rund um die Kron-Lastadie ein echter Hotspot für junges Leben in Stralsund entstanden. Das macht den Wind am Hafen gleich noch ein bisschen frischer. Dank der Digitalisierung verlieren Großstädte an Bedeutung und gewinnt die Lebensqualität bei der Wahl des Wohn- und Arbeitsortes. Und genau da kann Stralsund seine Trümpfe ausspielen.

Dr. Alexander Badrow

Im Stefan Suckow fragt Podcast ist ein ausführliches Gespräch mit Dominik Groenen zu seinen Plänen mit dem neuen Standort in Stralsund und seine ganz persönliche Sichtweise auf unsere Hansestadt hinterlegt.

Foto: Stephan Müller / Kombinat Küste GmbH

Der Energiewende einen Schritt näher

Bereits vor einem Monat gelang dem Institut für Regenerative EnergieSysteme (IRES) die Produktion von grünem Methanol aus Wasserstoff und Kohlenstoffdioxid mit einer Umwandlungsanlage unter Einsatz von Strom aus Windenergie. Jetzt besuchten Christian Pegel, Landesminister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung sowie Dr. Alexander Badrow, Oberbürgermeister der Hansestadt Stralsund, die Hochschule, um sich von dieser Erfolgsgeschichte selbst ein Bild zu machen.

Laut brummt die Umwandlungsanlage, an der aus Windenergie erzeugter Strom aus Wasserstoff und Kohlendioxid flüssiges Methanol produziert. Professor Johannes Gulden, Leiter des IRES, erklärt detailliert die Einzelheiten der Anlage und überreicht Christian Pegel, Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung in Mecklenburg-Vorpommern, eine Flasche mit der durchsichtigen Flüssigkeit Methanol. Mit der weltweit einzigartigen Anlage an der Hochschule Stralsund kann die Gewinnung und Speicherung von Strom aus erneuerbaren Energien direkt vor Ort durchgeführt werden. Sie wandelt Wasserstoff und Kohlenstoffdioxid um in Methanol, einen chemischen Grundstoff, den es bisher nur aus fossilen Energieträgern gab. Wasserstoff wird damit als Energieträger und Grundchemikalie für die Wirtschaft ohne große Hürden nutzbar, denn es müssen keine komplizierten Umbaumaßnahmen in den Anlagen vorgenommen werden. Sowohl Wasserstoff, als auch der zur Umwandlung benötigte Strom können aus regenerativen Energien erzeugt werden und sind damit nahezu emissionsfrei. Umweltfreundlicher geht es kaum. Christian Pegel zeigt sich begeistert von dem Forschungsergebnis:

„Wir haben immer vor Augen, dass wir bei den erneuerbaren Energien über die eigentliche Stromproduktion hinaus eine Wertschöpfung für Mecklenburg-Vorpommern generieren. Ich bin überzeugt, dass da, wo die Anlagen stehen und Teilspeicherung stattfindet, sich langfristig Unternehmen ansiedeln und mit den verschiedenen Produkten, die aus Methanol entstehen, arbeiten können. Das bringt den Menschen hier im Lande Arbeit und beschert Arbeitsplätze.“

Johannes Gulden, Leiter des Instituts für Regenerative EnergieSysteme, erklärt die beiden entscheidenden Innovationen an der Anlage:

„Die Flexibilität am Strommarkt ist das Neue, das wir hier mit dieser Anlage zeigen können. Denn wenn es so ein Tag ist wie heute, die Sonne scheint, der Wind weht, dann kommt Strom aus erneuerbaren Energien und dann klappt die Methanol-Umwandlung gut. Aber wenn das nicht der Fall ist, muss die Methanolanlage eigentlich in eine Art Ruhe fahren, bzw. schnell wieder anfahren, wenn der Wind wiederkommt. Diese Anlage liefert also nicht nur flüssigen Strom aus erneuerbaren Energien, sondern kann ihn auch stabil im Netz halten.“

Zukünftig wird grünes Methanol womöglich mehr Geld einbringen als der bisher aus erneuerbaren Energie hergestellte Strom. Christian Pegel dazu:

 

„Ich glaube, dass der Blick auf grün erzeugte Produkte immer stärker wird. Die Nachhaltigkeitsfrage wird heute in allen Bereichen gestellt. Auch das ist ein Effekt, der uns hoffen lässt, dass sich bei der Wertschöpfung für die Wirtschaft Folgeeffekte ergeben.“

Johannes Gulden bringt Beispiele für die Nutzung des Energieträgers:

„Die Bedeutung von Methanol liegt für Mecklenburg-Vorpommern vor allem in der Nutzbarkeit als Treibstoff oder Treibstoffbeimischung in der Schifffahrt, um CO-neutraler zu werden. Außerdem kann es die CO-Wende auch in der chemischen Industrie voranbringen. Hier müssen jetzt kein Erdgas und keine fossilen Öle mehr eingesetzt werden. Wir können auch regenerativen Strom aus den endlos zur Verfügung stehenden Mengen an Sonnen- und Windenergie nutzen, um chemische Grundstoffe zu produzieren.“

Zur Präsentation der Anlage sind neben Oberbürgermeister Dr. Alexander Badrow auch der Landrat des Kreises Vorpommern-Rügen, Dr. Stefan Kerth, auch viele weitere Vertreter aus Wirtschaft und Politik gekommen. Henning Edlerherr, Initiator und Leiter der Arbeitsgruppe „Grünes Methanol für die Schifffahrt“ beim Maritimen Cluster Norddeutschland, ist ebenfalls begeistert von den Möglichkeiten, die sich mit der Produktion von grünem Methanol auftun:

„Wasserstoff ist kein zugelassener maritimer Treibstoff. Das ist bei Methanol anders, das kann flüssig in Tanks an Bord gebracht und gelagert werden. Und wenn das Methanol aus grünen Quellen gewonnen wird, wie hier demonstriert, wird es auch möglich, den Kohlenstoffkreislauf zu schließen und klimaneutrale Schifffahrt zu betreiben.“

Christian Schweitzer, Geschäftsführer der bse Engineering Leipzig, die als Kooperationspartner an der Konstruktion der Anlage mitgewirkt hat, stellt noch einmal heraus, welche Schritte als nächstes gegangen werden sollten:

„Wir müssen die vorhandenen und teilweise ungenutzten Ressourcen Strom und Kohlendioxid dazu verwenden, in der vorhandenen Infrastruktur fossile Energieträger zu ersetzen und dann Kapazitäten schaffen, damit Methanol für die Industrie immer verfügbar ist.“

Quelle: HOSTHochschule Stralsund – Hochschulkommunikation
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Digitaltag 2020

Das Mittelstand 4.0 – Kompetenzzentrum Rostock lädt am 19. Juni 2020 zum ersten Digitaltag ein.

Die beiden Veranstaltungen „E-Guides zu Thalasso-Kurwegen“ und „Digital auf den Spuren jüdischen Lebens in Stralsund“ sollen dabei für die Digitalisierung begeistern und neugierig machen auf praktische Möglichkeiten der eigenen digitalen Teilhabe. Die Aktionen beginnen um 10:00 Uhr und richten sich an alle Bewegungsfreudigen und Kulturinteressierten.

Bei den Audiotouren auf ausgeschilderten Thalasso-Kurwegen im Ostseebad Warnemünde, im Naturschutzgebiet Stoltera und in der Rostocker Heide erfahren Wanderer nicht nur viel Wissenswertes über das Land an der Küste, sondern können sich auch mit leichten Atem-, Achtsamkeits- und Dehnübungen fit halten.

In Stralsund führen wir Besucher und Einheimische an elf Orte der reichen jüdischen Kultur der Hansestadt und machen in spannenden Erzählungen und historischen Aufnahmen Geschichte lebendig.

Mehr zu beiden Veranstaltungen unter:
https://digitaltag.eu/aktion/mittelstand-digital-e-guides-thalasso-kurwegen
https://digitaltag.eu/aktion/mittelstand-digital-digital-spuren-juedischen-lebens-stralsund

Digitaltag bringt Menschen in ganz Deutschland virtuell zusammen

Der Digitaltag wird getragen von der Initiative „Digital für alle“, einem Bündnis von mehr als 25 Organisationen aus den Bereichen Zivilgesellschaft, Kultur,Wissenschaft, Wirtschaft, Wohlfahrt und öffentliche Hand. Erklärtes Ziel ist die Förderung der digitalen Teilhabe. Alle Menschen in Deutschland sollen in die Lage versetzt werden, sich selbstbewusst und selbstbestimmt in der digitalen Welt zu bewegen.

Unter dem Hashtag #digitalmiteinander soll der Digitaltag am 19. Juni 2020 Menschen in ganz Deutschland virtuell zusammenbringen und bietet eine Plattform, um verschiedenste Aspekte der Digitalisierung zu beleuchten, Chancen und Herausforderungen zu diskutieren und einen breiten gesellschaftlichen Dialog anzustoßen. Der Aktionstag soll die Digitalisierung mit zahlreichen Online-Formaten erklären, erlebbar machen, Wege zu digitaler Teilhabe aufzeigen und auch Raum für kontroverse Debatten schaffen. Die einzelnen Aktivitäten werden auf http://www.digitaltag.eu thematisch geordnet, um es jeder Bürgerin und jedem Bürger zu ermöglichen, sich ein individuelles Programm zusammenzustellen.

Das Mittelstand 4.0 – Kompetenzzentrum Rostock gehört zu Mittelstand-Digital. Mittelstand-Digital informiert kleine und mittlere Unternehmen über die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung. Regionale Kompetenzzentren helfen vor Ort dem kleinen Einzelhändler genauso wie dem größeren Produktionsbetrieb mit Expertenwissen, Demonstrationszentren, Netzwerken zum Erfahrungsaustausch und praktischen Beispielen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ermöglicht die kostenlose Nutzung aller Angebote von Mittelstand-Digital. Weitere Informationen finden Sie unter www.mittelstand-digital.de.

Quelle: Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum, Rostock

Tourismusbranche in MV profitiert von Corona-Lockungen

Mecklenburg-Vorpommern hat bislang geradezu vorbildlich die Corona-Krise gemeistert. Seit 17. Mai werden keine Neuinfektionen mehr registriert. Restaurants und Hotels sind mittlerweile wieder unter strengen Hygienevorschriften für die Einheimischen geöffnet und begrüßen ab 25. Mai auch Gäste aus anderen Bundesländern.

MV ist damit das erste Bundesland, das grünes Licht für einen unbeschwerten Sommerurlaub gibt. Ein Angebot, das Touristen von Bayern bis Brandenburg gern nutzen. Nach Bekanntgabe der Corona-Lockerungen Anfang Mai haben die Buchungen überdurchschnittlich zugenommen – sei es nun für Hotelübernachtungen, Ferienwohnungen, Campingplätze, Wohnmobile oder Hausboote. Und das nicht nur für die touristischen Hotspots an der Ostseeküste, sondern zunehmend auch für Binnenland und Seenplatte.

Die Zahlen sprechen dabei für sich: Andreas Ahlfeldt, SEO-Experte und Referent des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Rostock, hat die bundesweite Entwicklung der Suchanfragen nach Ankündigung der Corona-Lockerungen analysiert. Sein Fazit: „Die aktuelle Situation ist eine Riesenchance für die geschwächte Tourismusbranche in MV. Das spiegelt sich auch in einem überdurchschnittlich hohen Anstieg entsprechender Suchanfragen wider.“

Teilweise beträgt der Zuwachs der touristischen Suchanfragen in Mecklenburg-Vorpommern sogar bis zu 500 %, wobei Ferienwohnungen und -häuser an der Ostsee besonders gefragt sind. Vergleicht man zusätzlich exemplarische Stichwortsuchen wie „urlaub mecklenburg“, ergeben sich auf Google Trends durchschnittliche Steigerungen auf das 20-fache gegenüber dem Vorjahr – ein Ergebnis, das sich deutlich mit den Corona-Lockerungen in Verbindung bringen lässt.

Tourismusbranche in MV profitiert von Corona-Lockungen

„Diese Chancen gilt es ganz bewusst zu nutzen. Gerade die Digitalisierung eröffnet in den Bereichen Gesundheitstourismus und Gesundheitsmanagement spannende Möglichkeiten, um auch weiterhin bundesweit Interesse zu wecken und neue Gäste zu begeistern. Hierbei stehen wir Hotels und touristischen Einrichtungen gern projektbegleitend zur Seite“, so Dr. Andreas Müller, Konsortialführer des Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrums Rostock.

Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Rostock gehört zu Mittelstand-Digital. Mittelstand-Digital informiert kleine und mittlere Unternehmen über die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung. Regionale Kompetenzzentren helfen vor Ort dem kleinen Einzelhändler genauso wie dem größeren Produktionsbetrieb mit Expertenwissen, Demonstrationszentren, Netzwerken zum Erfahrungsaustausch und praktischen Beispielen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ermöglicht die kostenlose Nutzung aller Angebote von Mittelstand-Digital. Weitere Informationen finden Sie unter www.mittelstand-digital.de.

Quelle: Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum, Rostock

Die Bundesagentur für Arbeit hat am vergangenem Donnerstag die fachlichen Weisungen zur Erhöhung des Kurzarbeitergeldes (KUG) veröffentlicht, die mit dem „Sozialschutz-Paket II“ befristet bis Ende 2020 gesetzlich verankert worden ist.

Hinter folgendem Link steht ein FAQ-Papier der BDA zu den aktuellen Änderungen beim Kurzarbeitergeld bereit.

Mecklenburg-Vorpommern als Tourismusland Nummer 1 in Deutschland hat frühzeitig die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Tourismusbranche des Landes erkannt und mit dem MV-Plan eine Methodik erschaffen, auch diesen Wirtschaftssektor wieder für das öffentliche Leben zu öffnen.

Grundlage für den MV-Plan und Maßstab für das Handeln der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern ist eine Bestandsaufnahme und Abwägung der jeweiligen Gefährdungspotenziale der Einzelbereiche mit den auftretenden gesellschaftlich-sozialen und wirtschaftlichen Schäden. Dabei muss auch klar sein, dass selbst eine identische Bewertung einzelner Bereiche nicht zwangsläufig zu zeitgleichen Öffnungsmaßnahmen führen muss.

Die für die Schaffung einer neuen Normalität unverzichtbare Verringerung der Distanzierungsmaßnahmen führt nämlich trotz der Anordnung zusätzlicher Hygienevorkehrungen – etwa der Pflicht zum Tragen von Mund-Nase-Bedeckungen in Verkaufsstätten – zur Gefahr eines Anstiegs von Neuinfektionen. Um diesen in infektionsmäßig vertretbaren Grenzen zu halten, kann das Wiederhochfahren des öffentlichen, wirtschaftlichen und sonstigen gesellschaftlichen Lebens nicht flächendeckend erfolgen.

Kriterien und Maßnahmen für die Öffnung von Einzelbereichen

  • Anzahl der Neuinfektionen in den letzten 7 Tagen,
  • Einschätzung des Gefährdungspotenzials der jeweiligen Bereiche i. S. d. Infektionsschutzgesetz,
    entstehender sozialer Schaden,
  • entstehender wirtschaftlicher Schaden,
  • Möglichkeit der Einhaltung und Kontrolle des Abstandsgebots und der Kontaktbeschränkungen,
  • Möglichkeit der Nachverfolgung von Infektionsketten und
  • Betrachtung der erwarteten kumulierten epidemiologischen Auswirkungen aller in Aussicht genommenen Öffnungen.

Phase 1 umfasst alle Maßnahmen, die bis zum 6. Mai umgesetzt wurden. Phase 2 soll ab dem 7. Mai beginnen, Phase 3 ab dem 25. Mai und Phase 4 ab dem 15. Juni. Es folgt Phase 5 ohne feste Terminierung.

Die genauen Beschreibungen zu den Phasen in Zusammenhang mit den jeweiligen Wirtschaftsbereichen sind in diesem PDF aufgeführt.

Der MV-Schutzfonds für die Wirtschaft

Die eingeleiteten Schutzmaßnahmen zur Verhinderung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus stellen Bürger*innen sowie Unternehmen vor enorme Herausforderungen. Die notwendigen Einschränkungen sozialer Kontakte gefährden die wirtschaftliche Basis vieler Unternehmen und Einrichtungen und bedeuten für viele eine existentielle wirtschaftliche Bedrohung. Besonders die Tätigkeit der Unternehmen der Tourismuswirtschaft, großer Teile des Einzelhandels, aber auch vieler Menschen und Einrichtungen in sozialen oder kulturellen Dienstleistungsberufen ist zum Erliegen gekommen.

Das Land Mecklenburg-Vorpommern stellt zur Abfederung dieser Auswirkungen mit dem MV Schutzfonds ein Hilfspaket von insgesamt 1,1 Milliarden € bereit. Innerhalb des MV-Schutzfonds ist für die Bedürfnisse im sozialen Bereich außerdem ein Sozialfonds im Umfang von 20 Mio. € eingerichtet worden, für den Kulturbereich wurden ebenfalls besondere Maßnahmen ergriffen.

Der MV-Schutzfonds umfasst neben 400 Mio. € für mögliche Bürgschaften weitere 700 Mio. € Landesmittel, von denen 671 Mio. € durch Programme bzw. Maßnahmen untersetzt sind. Für diese liegen konkrete Anträge oder Beschaffungsaufträge der Landesverwaltung mit einem Gesamtvolumen von fast 278 Millionen € vor (39,7%). Davon wurden bereits 191 Millionen € bewilligt oder ausgezahlt (27,3 %). Hiervon entfallen rund 110 Mio. € auf Wirtschaftshilfen und rund 25 Mio. € auf den Bereich der Gesundheitsversorgung.

Quelle: Pressemitteilung Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern

Konsumklimaindex_Mai2020_Corona_Covid19_Pandemie

Die Corona-Pandemie wirkt sich auch auf die Verbraucherstimmung in Deutschland aus. Der Nürnberger Marktforscher GfK prognostiziert für den Mai einen massiven Einbruch des Konsumklimaindex auf den historischen Tiefstand von Minus 23,4 Punkte.

Konsumklimaindex_Mai2020_Corona_Covid19_Pandemie_Maskenpflicht_Stralsund

Konsumklimaindex Mai 2020 Corona Covid19 Pandemie Maskenpflicht Stralsund

Corona-Schock: Verbraucherstimmung im April schwer getroffen

Während die prognostizierte Konjunkturerwartung nur moderate Einbußen hinnehmen muss, befindet sich die Verbraucherstimmung in Deutschland im freien Fall. Einkommenserwartung und Anschaffungsneigung erreichen einen historischen Tiefstand von -23,4 Punkten und damit 25,7 Punkte weniger als im April dieses Jahres (revidiert 2,3 Punkte). Das sind Ergebnisse der GfK-Konsumklimastudie für April 2020.

Die Erhebung fand in den ersten zwei Aprilwochen statt. Zu diesem Zeitpunkt spürten die Verbraucher zum ersten Mal das volle Ausmaß der Eindämmungsmaßnahmen, wie Schul- und Geschäftsschließungen, Produktionsstilllegungen sowie Ausgangsbeschränkungen. Das Konsumklima befindet sich derzeit im freien Fall.

Absturz der Einkommenserwartung

Durch den Lockdown großer Teile der deutschen Wirtschaft ist die Einkommenserwartung in der Bevölkerung start gefallen. Viele Erwerbstätige erleiden bereits bzw. werden durch Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit spürbare Einkommenseinbußen erleiden. Dies betrifft neben den betroffenen Angestellten auch viele Selbständige im Handel und Dienstleistungsbereich, wie z.B. Frisöre, deren Einkünfte auf null gefallen sind.

Konsumneigung wird von Einkommenserwartung mitgerissen

Die Verunsicherung unter den Konsumenten ist derzeit riesig. Neben den bereits tatsächlich stattfindenden Einkommenseinbußen ist die Angst vor Jobverlust bei vielen Beschäftigten stark gestiegen. Dies ist ein beträchtliches Konsumhemmnis, das noch dadurch verschärft wird, dass aufgrund geschlossener Geschäfte häufig die Möglichkeit fehlt, Dinge einzukaufen.

Da die Befragung im Zeitraum vom 1. bis 14. April stattfand, waren den Befragten die ersten Lockerungen der Eindämmungsmaßnahmen noch nicht bekannt. Es bleibt zu hoffen, dass das schrittweise Öffnen der Geschäfte ab dem 20. April einen weiteren Absturz der Konsumneigung, wenn nicht komplett verhindern, aber zumindest etwas abfedern kann.

Infografik: Konsumklima auf historischem Tiefstand | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista

Quelle: GFK

Erste Mitgliederversammlung online

Kurzarbeit und deren Abwicklung waren das Thema der Videokonferenz Mitgliederversammlung. Mittelstandsverein und Dehoga mahnen gemeinsam an, dass mit jedem Tag des Lockdown das Insolvenzrisiko der regionalen Unternehmen steigt. Im Moment sehen sie ihre vordergründige Aufgabe darin die Mitglieder über Unterstützung und Fördermöglichkeiten zu informieren. Da im Moment die Foren des Austausches mit der Verwaltung fehlen, sehen wir Kritisch, dass weder von der Politik noch von der Verwaltung bisher Nachfragen zur Stand in den Unternehmen gekommen sind.

#leerestuehle

Unter dieser Initiative fand heute bundesweit eine Aktion der Gastronomen, Hoteliers und Veranstalter in Deutschland statt. Auch unsere Stralsunder Gastronomen und Hoteliers beteiligten sich mit 56 Betrieben auf dem Alten Markt. Mit dieser Aktion möchten die Initiatoren und Teilnehmer auf die Existenzängste Tausender Gastronomen, Hoteliers und Veranstalter aufmerksam machen und gleichzeitig neben den zentralen Forderungen an die Landesregierung, auch mehr Unterstützung aus der kommunalen Politik und der Verwaltung einfordern. Erste Verbesserungen, um die akute Not einer ganzen Branchen zu lindern, konnten bereits erzielt werden.

Bereits am vergangenem Dienstag machte Eike Sadewater auf unserer virtuellen Mitgliederversammlung auf die Not der gesamten Branche eindringlich aufmerksam. Mitglieder der DEHOGA meldeten bspw. zurück, dass durch die Einführung verschiedener Lieferdienste kaum wirkliche Umsätze mit Speisen und Getränken erzielt würden.
An unsere Gäste der Arbeitsagentur Herrn Hausweiler und Herrn Deglow, welche uns über das Thema Kurzarbeitergeld informierten, forderte Eike Sadewater eine schnelle Auszahlung des Kurzarbeitergeldes. Zudem gab er den Hinweis, dass je länger die Krise mit Betriebsschließungen oder -beschränkungen andauert, desto schwieriger wird ein Wiedereinstieg und das mit ersten Insolvenzzunahmen bereits im Mai zu rechnen sei.

Auch aus der regionalen Politik oder von Vertretern der Stadtverwaltung wünschen sich die DEHOHGA Mitglieder deutlich mehr Aufmerksamkeit und das Bestreben, gemeinsam an Lösungen zu arbeiten.